An der Einführung eines social credit systems werden sich die europäischen Staaten die Zähne ausbeißen. Der Grund wird der sein, dass die gesellschaftliche Widersprüche nicht dadurch aus der Welt kommen, dass man sie anders behandelt. Ein social credit würde eigentlich nur das tun, was auch ohne es schon möglich ist, nämlich: eine Bemessung sehr unterschiedlicher Lebensschancen und die Einrichtigung ihrer Dauerhaftigkeit zum Vorteil derer, die im ablaufenden Prozess der Verteilung von Lebenschancen immer schon genügend Vorteile haben. Ein solches social credit system würde so etwas gar nicht einführen, sondern würde die bereits instituionalisierten Verfahren der “Bemessung” optimieren. Die Einführung dieser Optimierung wird an zwei Punkten einsetzen, nämlich an Kapital und Konsum. 1. Konsum: Wie das laufen wird, sehen wir gegenwärtig vorgezeichnet. Der öffentliche Raum wird bald von Sicherheitsfirmen überwacht. Der Prozess wird ein Salamiverfahren sein: in jedem Jahr eine Scheibe mehr. Zuerst müssen Personenkontrollen im Straßenbahnen noch stichprobenartig von Personal durchgeführt werden. Das wird zu teuer, vor allem, weil man die Willkür des Wachleute feststellen wird. Diese Willkür dürfte nicht ganz ohne Absicht erfolgen. Denn wenn sie festgestellt wird, wird sie nicht geleugnet, sondern man bietet zur Lösung eine Automatisierung der Kontrolle an. Diese Firmen werden großzügig alle Züge mit Kontrollapparaten ausstatten und vom Fahrpreis dafür einen Teil erhalten. Das Versprechen: kostengünstig für alle und Vermeidung von Willkür. Nach dem selben Verfahren kann man den Straßenverkehr einer Überwachung durch Privatfirmen überziehen. Der Fuß- und Fahhradverkehr wird durch Einlassschleusen kontrolliert. Zuerst reicht noch das Smartphone, erst später wird die Schnittstelle in den Körper verlegt. Wenn die Krankenkassen in den nächsten Jahren immer mehr Geld brauchen, werden auch da Sicherheitsfirmen kommen, die eine Lösung anbieten, um das Konsumverhalten der Zwangsversicherten zu kontrollieren. Auch das geht, indem man zunächst Willkür betreibt, damit man sie als etwas Vermeidbares deklarieren kann. Wird außerdem der größte Teil des Konsums erst durch einen dokumentierten Bestellvorgang ermöglicht, dann werden Amazon und alle anderen in dieses Kontrollgeschäft ebenfalls investieren. Etwas ähnliches gilt dann paypal usw. Nach dem selben Verfahren kann man dann den Konsum für Energie, Treibstoff kontrollieren. Die Folge wird dann sein, dass dann auch Loyalitätsbekunden der Bewertung unterzogen werden. Auch das geht auf dem Weg der Versprechung von Optimierung: Die Kunden werden um Bewertungsäußerungen gebracht, indem zunächst jede Bewertungsabgabe belohnt wird, auch die ablehnende. So findet man man heraus, was die Leute ablehnen. Und erst im nächsten Schritt wird diese Ablehnung wiederum bewertet und führt zur Sanktion, wenn die Ablehnung der Konsumenten auf Ablehnung der Kontrollinstanz stößt. Auch das führt wieder zur Willkür, gefolgt von dem Versprechen, diese Willkür durch Optimierung der Bemessungsverfahren zu vermeiden. 2. Kapital: (Fortsetzung folgt.)

@kusanowsky Das hat geklappt. Auf diesen Tröt kann man jetzt auch direkt antworten. @testa_alfred

@testa_alfred Nur über write.as, also nicht über eine Mastodon oberfläche. Accounts werden immer lokal gespeichert und verwaltet. Die Instanz des Accounts @kusanowsky ist write.as und in diesem Fall ist diese Instanz kein Mastodon sondern Writefreely.

@sozialwelten das heißt? ich kann diesen @kusanowsky nur nutzen, wenn ich mich bei write.as einlogge und dort nur um zu schreiben, nicht auch umdas Profilbild zu ändern?

@testa_alfred Genau. Das Profilbild ist standardmäßig vorgegeben. Bei anderer Software im Fediverse, die nicht Mastodon ist, gibt es die Möglichkeit das Profilbild anzupassen und mehr. Bei Writefreely noch nicht.

@testa_alfred Bei Peertube geht das Anpassen des Profilbildes beispielsweise. Peertube ist diese Youtube Variante im Fediverse von der ich berichtet habe. Am Beispiel meines Fediverse Peertube Accounts: (eigenes Profilbild) @sozialwelten@tube.tchncs.de

@sozialwelten jetzt über ich erst mal dieses dings. dafür reicht eine woche aus.

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@sozialwelten mir scheint, dieses Verfahren ist die Alternative für dieses plattformgestützte Wikipedia: Text einfach editieren, ändern und neu posten ohne das etwas gelöscht und ohne, dass ein Streit um Relevanz und aktueller Version geführt werden müsste. Stattdessen: Warten, wie sich der Text selbst organisiert. @sms2sms

@sozialwelten @sms2sms Wenn man dafür etwas Geduld aufbringt wird man sehen können, wie sich die Kommunikation vpn Text selber optimiert. Diskussionen sind völlig überflüssig.

@testa_alfred @sms2sms Ich denke es liegt an der Dezentralisierung. Wenn es keine zentrale Instanz gibt, um die man sich streiten muss weil sie für sich Identität über Kohärenz hinweg vereinnahmen muss, kann ich mich auf für mich relevante Entitäten konzentrieren und mich mit ihnen austauschen.

@sozialwelten ja, minus der Annahme, es käme darauf, was für dich relevant ist. Denn darauf kommt es fast nicht an. Auch für dich nur selten, z.B. nur wenn die Not groß ist. Sonst kaum. Und groß ist sie selten. Und wenn sie groß ist, wirst du schon wissen wo die Toilette ist. Oder dies ziemlich schnell heraus finden. Versprochen!

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